8 1/2 x violently happy

Sag, woher kommen diese eigenartigen Zusammenfälle? Kann ich davon ausgehen, dass es doch einen Ausgang gibt, aus dieser Inselation? Sag, steht das Land noch fest, in das ich keine zwei Mal steigen werde? Werden wir uns einfach austauschen können über diese fragwürdigen Neugierigkeiten?
Zu gerne nur würde ich wissen, wo die Akten bleiben. Ich meine nicht die Informationen von 25 Millionen Kindergeldempfängern oder 3 Millionen Fahrschülern oder Wehrdienstleistenden. Ich wundere mich, wo File Number 2783 und 4190 und 1597 bleiben, und all die anderen aus dem HMO Archiv des Edinburgh City Council, das man mir so selbstverständlich anvertraut, warum es 5744 gar nicht gibt, warum zwei Officers den selben Fall bearbeiten, ohne davon zu wissen. Und warum es nichts ausmacht und vorkommt, woher diese bewunderliche Freundlichkeit, als ob wir hier nicht bei Beamten sind?
Ich möchte wissen, wo die Sonne blieb, als das Morgengrauen am Neujahrstag entschied zu bleiben.
Vier Figuren schlenderten entlang der Strandpromenade. Es war windig und regnerisch, als wir uns gemeinsam der Selbstobservation widmeten. Keine Fischer weit und breit, aber die Möwen, und vergangene Jahre voller Geschichte, zu müde, um Gemeinsamkeiten zu verbergen.
„Vergiss nicht, dass es ein komischer Film ist“.
Tage später besteigen wir Calton Hill um Hogmanay nachzufeiern, unser eigenes. Dunklen Randgestalten säumen unseren Weg – und das um diese Uhrzeit und bei diesem Wetter. Wir sitzen unter griechischen Ruinen, die keine sind und bewundern Paris. Unsere Vorfahren sind nicht mehr durstig, nur der Baum hat immer noch keinen Namen. Auf einmal ist es nicht mehr kalt und windig und du bist schön, leicht und leuchtest. So richtig, ohne verlassen zu wollen und Erinnerung. Sag, ich fürchte und es macht nichts.

unfertigkeiten

Ich liebe ja das Kollektiv. Darf man das überhaupt in der Einzahl sagen? So eine eingeschweißte Gemeinschaft, die alle beisammen hat. Die richtige Gesellschaft. Wir unternehmen und verbringen am liebsten alles zusammen und haben dabei unglaublich viel Spaß, weil es dafür Zeugen gibt. Wir könnten es uns dann rein hypothetisch – gegebenenfalls gar gegenseitig – schriftlich beglaubigen lassen und uns rechtlich gegen allerlei Widersacher absichern.

Ja, meine britischen Freunde, ihr kennt wohl das Problem mit der Parallelgesellschaft nicht. Und vollwertige Mitglieder der Gesellschaft habt ihr auch keine – nur volle. Ihr habt es nicht so mit Integrationsbemühungen und führt keine ernsthaften Unterhaltungen. Ich meine, es geht doch um Substanz.
Aber ohne das Wetter bleibt wenig übrig.
Gemeinsam begutachten, gutheißen und bewundern wir hordentlich die rustikale Landschaft, mit der eindeutig nicht ich gemeint war zusammenzutreffen. Ich seufze verzückt. Gigantische Schafszüchtungen galoppieren am Horizont. Vielleicht bin ich aber die einzige, die das aus Mangel an Erfahrung und bildhafter Begeisterungsfähigkeit so sieht.
Wir waten durch Heiden und Wollgräser. Vielleicht bin ich die einzige, die an Moorleichen und die richtige Körperhaltung im Sumpf denken muss. Ich bin auch die einizge, der das Wasser beim nächsten Schritt bis zum Hals stehen könnte.

Da ich davon ausgehen kann in diesen Landflächen nicht gefunden zu werden, frage ich mich, wie lange es dauern würde mich zu verstecken.
Es ist äußerst langwierig und kraftaufwendig Erinnerungen vorzubereiten. Wir machen ca. drei Bilder pro Augenblick.
Keine Geschichte bleibt für zwei Jungen beim fernsehen auf einer einsamen Farm.
Sicher bin ich die einzige, die sich gerade mit mir beschäftigt. Das ist mir etwas peinlich und ich hebe es mir für später auf. Ich tue ein bisschen lebendig. Das geht nicht lange gut. Die meisten nehmen an, ich tue klug. Wie kämpft man gegen so ein Vorurteil an.
Ich wäge zwischen Ignoranz und Arroganz ab und komme letztendlich selbst durcheinander.
Ich finde zunehmend Gefallen an negative capabilities. Wenn ich die zahlreichen Kindheitstraumata erst einmal verarbeitet habe, werde ich mich ihrer Weiterentwicklung widmen.
Und wieder ein Grund:
Dichter können auch im Schafsmagen Schönheit finden. Das muss gefeiert werden!
Nach deiner Nacht – Oh großer Poeten-Häuptling, Brei-Enthusiast und Besäufnisalibi – bleiben nur leere Flaschen und dreckige Töpfe. Lasst uns dankbar dafür sein, dass uns noch so viel zu sehen bleibt und wir es können.

violently happy

Sag, woher kommen diese eigenartigen Zusammenfälle? Kann ich davon ausgehen, dass es doch einen Ausgang gibt, aus dieser Inselation? Sag, steht das Land noch fest, in das ich keine zwei Mal steigen werde? Werden wir uns einfach austauschen können über diese fragwürdigen Neugierigkeiten?

Zu gerne nur würde ich wissen, wo die Akten bleiben. Ich meine nicht die Informationen von 25 Millionen Kindergeldempfängern oder 3 Millionen Fahrschülern oder Wehrdienstleistenden. Ich wundere mich, wo File Number 2783 und 4190 und 1597 bleiben, und all die anderen aus dem HMO Archiv des Edinburgh City Council, das man mir so selbstverständlich anvertraut, warum es 5744 gar nicht gibt, warum zwei Officers den selben Fall bearbeiten, ohne davon zu wissen. Und warum es nichts ausmacht und vorkommt, woher diese bewunderliche Freundlichkeit, als ob wir hier nicht bei Beamten sind?

Ich möchte wissen, wo die Sonne blieb, als das Morgengrauen am Neujahrstag entschied zu bleiben.
Vier Figuren schlenderten entlang der Strandpromenade. Es war windig und regnerisch, als wir uns gemeinsam der Selbstobservation widmeten. Keine Fischer weit und breit, aber die Möwen, und vergangene Jahre voller Geschichte, zu müde, um Gemeinsamkeiten zu verbergen.

„Vergiss nicht, dass es ein komischer Film ist“.

Tage später besteigen wir Calton Hill um Hogmanay nachzufeiern, unser eigenes. Dunklen Randgestalten säumen unseren Weg – und das um diese Uhrzeit und bei diesem Wetter. Wir sitzen unter griechischen Ruinen, die keine sind und bewundern Paris. Unsere Vorfahren sind nicht mehr durstig, nur der Baum hat immer noch keinen Namen. Auf einmal ist es nicht mehr kalt und windig und du bist schön, leicht und leuchtest. So richtig, ohne verlassen zu wollen und Erinnerung. Sag, ich fürchte und es macht nichts.